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Der heilige Blasius ist der Patron unserer Kirche und unserer Pfarrei.
Historisch gesicherte Fakten zur Person des heiligen Blasius sind rar: Wir wissen, dass Blasius ein Bischof in Armenien war. Sicher ist auch, dass er bei einer Christenverfolgung, wahrscheinlich um 316 nach Christus, auf grausame Art ermordet worden ist.
Alles andere, was wir von Blasius wissen, entspricht einer Legende. So lebte Blasius gemäss dieser Legende trotz seines Bischofsamtes zurückgezogen, in einer Höhle, und wilde Tiere lebten in seiner Nähe. Weiter heisst es in der Legende, dass Blasius mit eisernen Kämme gefoltert und dann hingerichtet worden war.
Die Legende berichtet uns aber auch von anderen Ereignissen, die für die spätere Verehrung des heiligen Blasius prägend waren. So soll Blasius nach seiner Verhaftung dem einzigen Sohn einer Witwe durch einen Segen geholfen haben, nachdem der Sohn an einem Fischgrat, der in seinem Hals stecken blieb, fast erstickt wäre.
Weiter soll er einer Frau, die ihren einzigen Besitz, eine Sau, verloren hatte, geholfen haben. Diese Frau schenkte ihm zum Dank Brot und Fleisch und eine Kerze.
Aus diesen Elementen entstand dann etwa im 6. Jahrhundert nach Christus in der Ostkirche die Verehrung und die Formel des Blasiussegen, wie sie 2 bis 3 Jahrhunderte später auch im Westen bekannt wurde. Dass der Blasiussegen, wie wir ihn heute kennen, am Blasiusfest allen gespendet wurde, kam allerdings erst vor etwa 500 Jahren auf und wurde nicht überall zur Tradition.
Hier in Ehrendingen allerdings scheint diese Tradition durch die nahe Verbindung mit dem Kloster St. Blasien im Schwarzwald bereits seit mehr als 600 Jahren zu bestehen, gab es doch bereits im 14. Jahrhundert eine Blasius-Kapelle in Oberehrendingen, an deren Ort später die Pfarrkirche gebaut wurde.
So wurde der heilige Blasius zum Patron unserer Kirche und unserer Pfarrei.
Das Bild im Chor, rechts vom Hochaltar, aber auch die symbolischen Zeichen des heiligen Blasius an der südlichen Kirchenwand - der grosse Kamm, als Folterinstrument und die gekreuzten Kerzen, als Zeichen für Christus, dem Licht, das uns segnet - sie sind uns Erinnerung, aber auch Verpflichtung.
Wie der heilige Blasius, so wollen auch wir uns einsetzen für die Schwächeren, die unsere Hilfe brauchen. Und wie der Bischof Blasius Gott für seine Mitmenschen um seinen Segen gebeten hat, so wollen auch wir füreinander Gott um seinen Segen bitten, im Vertrauen auf die Fürsprache des heiligen Blasius.
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