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Sonntagsausflug der KAB nach St. Iddaburg, 14. Juni 2009
Bei
schönstem Vetter begab sich eine kleinere Schar mit Privatautos nach St. Iddaburg, um dort nach Kaffee- und Gipfelihalt der Eucharistiefeier
beizuwohnen. Viel Volk war zugeströmt um auch zugleich der dortigen
Fronleichnamsfeier beizuwohnen. Eine einleuchtende Predigt vermochte die
Menschen zu stärken, und zu trösten.
Im
Anschluss an den Sonntagsgottesdienst ging die Fahrt nach Fischingen in die
neurenovierte Klosteranlage. Eingebettet in die Natur liegt sie ruhig und
einladend da. Zehn Mönche leben da, es können Seminarien, Chöre,
Privatpersonen Einkehr angeboten werden. Im grossen, sehr schönen Klostersaal
nahmen wir das fein zubereitete Mittagsmahl ein.
Nun ging’s
zur sehr interessanten Führung durch das Kloster, dass ein solches Kloster wieder
Anklang findet in der Neuzeit liegt auf der Hand. Braucht doch der Mensch
auch heute wieder Halt bei Gott. So gebe Gott, dass es wieder solche
Menschen gibt, die ihr Leben Gott weihen.
Idda
war eine Tochter des Grafen von Kirchberg bei Ulm und wurde mit einem
Grafen von Toggenburg vermählt. Dieser schenkte ihr zur Hochzeit einen
kostbaren, goldenen Ring. Eines Tages kam aus dem Wald, der tief unterhalb
der Burg liegenden Schlucht, welche Rappenstein heisst, ein Rabe geflogen
und trug vom Fenstergesims den goldenen Ring der Gräfin weg. Nun traf es
sich, dass ein Jäger den Ring im Rabennest fand und an seinen Finger
steckte. Ein anderer Knecht erkannte den Ring am Finger des Jägers als den
Ring, den der Graf der Gräfin geschenkt hatte. Darauf verdächtigte er beim
Grafen den Jäger des ehebrecherischen Umgangs mit der Gräfin. in
unbeherrschtem Jähzorn liess der Graf den Jäger zu Tode schleifen und die
unschuldige Idda stürzte er über die Burgruine in die tiefe Schlucht. Gott
aber hörte den Hilfeschrei der Gräfin und bewahrte sie, sodass sie den
Absturz unversehrt überlebte. Nun entschloss sich Idda, ihr Leben allein Gott zu widmen. Als Einsiedlerin lebte sie
zunächst in einer Höhle des Rappensteins. Eines Tages wurde sie, die
Totgeglaubte, entdeckt, worauf der Graf sie sofort aufsuchte, um sie in die
Burg zurückzuholen. Idda verzieh ihrem Gemahl alles, wollte aber nicht von
ihrem einsamen Leben mit Gott abweichen. Auf ihre Bitte hin, liess der Graf
in der Nähe der Marienkirche von Au eine Klause bauen.
Sie
starb um das Jahr 1226 und wurde vor dem Altar des hl. Nikolaus in der
Klosterkirche Fischingen begraben.
Gestärkt
mit frohen, aufmunternden Eindrücken verliessen wir die schöne Reise nach
St. Iddaburg.
Lydia Meier-Büchler
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