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Eine eigene Pfarrei
Weil die Kapelle in Unterehrendingen mitten im Dorfkern eingebettet und eine Erweiterung am selben Ort unmöglich war, wurde um 1580 die dem heiligen Blasius geweihte Kapelle in Oberehrendingen zur Pfarrkirche der Pfarrei Ehrendingen.
Der damals in der Pfarrkirche aufgestellte Taufstein - Zeichen der selbständigen Pfarrei - trägt die Jahreszahl 1587. Geschmückt ist er mit den in den Sandstein gehauenen Bildern der vier abendländischen Kirchenväter Ambrosius, Augustinus, Hieronymus und Gregor der Grosse. Der Taufstein wurde später als Leihgabe dem Landvogteischloss Baden überlassen. Im Jahre 1984 wurde er im alten Chor der neugestalteten Kirche wieder aufgestellt.
Ein weiteres Zeugnis aus dieser Zeit ist der Kelch und die Wappenscheibe des dritten Pfarrers von Ehrendingen, Veit Messmer (1620 bis 1628). Sein gotischer Kelch wird auch heute noch bei feierlichen Gelegenheiten (z.B. bei der Erstkommunion) benützt. Die Stifterscheibe mit dem Wappen von Pfarrer Messmer wurde in der umgestalteten Kirche in das Fenster beim Eingang eingesetzt.
Vom weiteren Verlauf der Kirchengeschichte sind nur vereinzelte Daten belegt. So wurde die Blasiuskirche unter Dekan Kaspar Kopp im Jahre 1733 einer Renovation unterzogen. Knapp hundert Jahre später (1829) wurde das Kirchenschiff um rund 10 Meter verlängert. 1831 wurde der Chor, der durch einen Brand zerstört worden war, wieder aufgebaut. 1886 wurde der Käsbissenturm in einen Spitzhelmturm umgebaut und 1901 wurde das heutige Geläute installiert. 1912 wurde die Kirche innen gründlich renoviert. Im Jahre 1934 folgte die Installation der Orgel, die beim Umbau 1983 entfernt und 1994 durch eine neue Orgel ersetzt wurde.
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